Mostar Blick von der Brücke auf die Restaurantterrasse

Mostar in Bosnien-Herzegowina

Mostar Bosnien Herzegowina

Am Campanile in Mostar ist der Parkplatz, von dem man zufuß hinunter zur Brück, zur Altstadt gelangt. Wer auf seinen Reisebus wartet, der einen zurück z.B. zum Ferienhotel an der kroatischen Küste bringt, trinkt hier vielleicht noch einen Espresso in der Parkplatzbar.

Brücke von Mostar

Wer Urlaub in Kroatien macht, vor allem in Dubrovnik fragt sich automatisch, wie das mit der Geschichte Jugoslawiens gewesen ist, wie das mit dem Krieg in den 90iger Jahren war.
Am 9. November 1993 zerstörte eine Artilleriegranate der kroatischen Armee das 450 Jahre alte UNESCO Weltkulturerbe, die Brücke über den Fluss Neretwa. 1566 erbaut, um den Handelsweg von der Adria in das Landesinnere des Balkans zu den anderen Handelsrouten zu verbinden wuchs um die Brücke (Mostar = Brücke) die Stadt Mostar, die bald wohlhabend wurde und lange Zeit als Sinnbild der Völkerverständigung galt. Es gibt dokumentarische Aufnahmen von dem Zusammensturz, die einem die ganze Sinnlosigkeit des Krieges auf dem Balkan in den 90iger Jahren vor Augen führt. Kriege machen nie Sinn, aber Brücken sind nun einmal Sinnbilder der Verbindung, der Überbrückung von ideologischen, religiösen, weltanschaulichen Gegensätze, und ganz besonders Mostar mitten im eigentlich politisch Unbedeutenden.

UNESCO Weltkulturerbe und Mahnmahl gegen den Krieg

Brücke von MostarBedeutung erhielt nach dem Friedensschluss und der Bildung der jetzigen Balkanstaaten die Brücke in Mostar dadurch, weil sie mit Geldern der UNESCO wieder originalgetreu aufgebaut wurde. Entsprechend ist Mostar heute ein Magnet für tägliche Besucherströme. Es erinnert ein wenig an die Rialtobrücke in Venedig, wenn man hin und her geht, links und rechts die Verkaufsstände mit den Souvenirs betrachtet. Und an besonders schönen Stellen des historischen Orts befinden sich Restaurants mit Terrassen zum Fluss und Sicht auf die berühmte, im Jahr 2004 wieder hergestellt Brücke von Mostar.

Essen in Mostar

Forellenfilets mit Aubergine in MostarIn einem der Restaurants gab es neben dem üblichen touristischen Angebot, Fleischspieße, Pommes, Pljeskavica, Cevapcici…, gerade Essen fürs Personal, was mir zufällig auffiel. Ich fragte nach und bekam eine Einladung in die Küche. Eine Köchin mit österreichischen Wurzeln, sie erklärte mir, dass die Flüsse in der Umgebung voller Forellen und anderer Fische seien, dass man nur wissen müsse, wo es was gibt, wo an den Bergwäldern die Pilze stünden und, dass man hier von der Sonne gereiftes Gemüse ernten könne, was so viel Zuckergehalt hätte, dass man es in gutem Öl so anbraten könne, dass die Röstaromen einen leichten Karamellgeschmack hätten.
Restaurantterrasse in MostarBevor ich von dem Wasser, was mir im Mund zusammengelaufen war die Neretwa zum Überlaufen bringen konnte, servierte mir Mama Swanja vom Restaurant einen Teller Fisch mit gegrillten Auberginen für 5 Euro. Inklusive einer Karaffe Rose aus Bosnien-Herzogowina.
Nachgekocht habe ich es hier mit der Empfehlung, dass es an den Bergwäldern überall Pilze gäbe, und statt einer Karaffe Wein einem Sträußchen Weintrauben. Der Fisch ist übrigens nur mit Salz und Pfeffer gewürzt. Und die Aubergine wird in dünne Scheiben geschnitten und selbstverständlich mit viel Knoblauch in der Pfanne gebraten.

Reiseangebote, bei denen auch Mostar im Programm ist finden Sie hier.

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